Das Kletterforum findet am Sa., 25.11.2017 im Blautal statt. Schwerpunkt der Tagung im Naturfreundehaus in Blaubeuren ist das Projekt „Klettern in Baden-Württemberg“. Weitere Themen: Berichte aus den Klettergebieten und ein Bericht der Bundes-Kommission Klettern & Naturschutz.

Die Plättigfelsen liegen auf ca. 750m an der Schwarzwaldhochstraße in der Nähe von Bühlertal. 2016/2017 wurden die Routen am rauen Granit der Falkenfelsen und Jungmann-Kimmes-Türme vom AKN Nordschwarzwald nach DAV-Richtlinien saniert. Das alte Hakenmaterial wurde 1:1 durch geklebte Haken ersetzt. An drei Stellen kam in Abstimmung mit dem Erstbegeher ein neuer Haken dazu.

Am 11.5.2017 trafen sich NABU, DAV, Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW), Arbeitskreis Klettern und Naturschutz (AKN) und Pressevertreter bei einer Beringung eines Uhus an einem Felsen im Lenninger Tal. Der Termin fand bei Naturschützern, Kletterern und bei der Presse großen Anklang. Hier unser ausführlicher Bericht mit Fotos zu der gemeinsamen Aktion.

Über 30 Teilnehmer aus allen Klettergebieten des Landes trafen sich am 26.11.2016 auf der Schopflocher Alb in der Gedächtnishütte der DAV Sektion Schwaben zum diesjährigen "Forum des Kletterns". Die Sprecher und Mitarbeiter der lokalen Arbeitskreise Klettern und Naturschutz (AKN) berichteten aus den Klettergebieten und informierten sich über die Arbeit der Bundes-Kommission Klettern & Naturschutz und über die aktuellen Arbeiten und Projekte in Baden-Württemberg.

Viele Menschen im Südwesten verbindet eine Faszination für die Landschaft und das Abenteuer in den Bergen. Der 90-minütige Film erzählt die Geschichten dieser Menschen und begleitet sie in der einzigartigen Landschaft der Berge.

Flexible Schutzzeiten sind nun in Baden-Württemberg an Kletter- und Brutfelsen möglich. Die Ergebnisse einer naturschutzfachlichen und rechtlichen Prüfung hat das Ministerium Ländlicher Raum im Mai 2016 an Verbände und Behörde geschickt. Demnach kann bei Bruten von Dohle, Wanderfalke oder Kolkrabe das Ende der Schutzzeit dem tatsächlichen Brutverlauf angepasst werden. Dazu müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden: Die Landratsämter und Regierungspräsidien müssen zunächst die alten Regelungen aus den 1990er Jahren umschreiben. Dazu werden die lokalen Arbeitskreise Klettern und Naturschutz (AKN) an den Runden Tischen Gespräche mit Behörden und Naturschützern führen. Weiterhin braucht es vor Ort aktive und zuverlässige Felsbetreuer aus den Reihen der Kletterer und Vogelschützer um den Brutverlauf zu beobachten und zu dokumentieren. Nur wenn die Jungvögel sicher ausgeflogen sind, ist eine vorzeitige Öffnung von Kletterfelsen möglich.

Am 12.6. fand auf der Landesgartenschau in Öhringen der Natursporttag statt. Unter dem Motto „Sporttreiben im Einklang mit der Natur“ stellten sich verschiedene Natursportverbände vor. Mit dabei war die DAV Sektion Heilbronn mit Ihrer Bezirksgruppe Öhringen. Am Kletterturm ging es hoch hinaus. Auf vier Kletterebenen konnten Besucher die eigene Geschicklichkeit und Balance sowie den Nervenkitzel erfahren. Dazu gab es viel Information zum Thema Klettern und Naturschutz. Auch die „Arbeitsgruppe Sport und Umwelt“ des Ministeriums für Kultus Jugend und Sport war mit einem Infostand vor Ort. (quelle: km)

http://www.dav-heilbronn.de/cms/kletterturm-oehringen

Uhus, Wanderfalken, Kolkraben, Dohlen und andere Felsbrüter ziehen derzeit ihre Jungen auf. Momentan sind fast 50 Kletterfelsen und -Sektoren in Baden-Württemberg zum Schutz der Vögel vorrübergehend gesperrt. Einige Kletterfelsen mit flexiblen Regelungen konnten in Absprache mit der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz und Behörden bereits wieder geöffnet werden.

Wir bitten dringend, die Schutzmaßnahmen an den Kletterfelsen zu beachten und die Sperrungen strikt einzuhalten. Auf unserer Homepage gelangt man von der Startseite mit einem Klick zur aktuellen Liste mit den gesperrten und bereits wieder geöffneten Kletterfelsen.

http://www.alpenverein-bw.de/index.php/klettern/aktuelle-felssperrungen

Die in Zusammenarbeit mit den Arbeitskreisen Klettern und Naturschutz (AKN) erstellte Vorschlagsliste ist fertig. Die darin enthaltenen Beurteilungen und Charakterisierungen der Felsen und Steinbrüche sind Einschätzungen des DAV und sollen als Gesprächsgrundlage dienen.

Mitte Februar wurde diese Vorschlagsliste an das Ministerium Ländlicher Raum übergeben. Von dort erfolgt die Weitergabe an die Regierungspräsidien und die betroffenen Landratsämter, die im weiteren Verfahren eine Einzelfallprüfung unter entsprechender Beteiligung vornehmen werden.

Nach der offiziellen Erprobung von flexiblen Schutzzeiten an Kletterfelsen (Pilotfelsen) in den Jahren 2011 bis 2014, soll nun die Möglichkeit zur landesweiten Umsetzung in den Klettergebieten geschaffen werden. Nach einer längeren Verhandlungspause wurden beim Ministerium Ländlicher Raum (MLR) die Gespräche am 17.12.2015 wieder aufgenommen.

Ausgangpunkt war die insgesamt positive Bewertung der Pilotfelsen durch die Projektpartner DAV, IG Klettern und Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW). Die für die Pilotfelsen zuständigen Naturschutzbehörden bestätigten das positive Fazit von AGW und Kletterern. Gute Erfahrungen liegen auch aus dem Oberen Donautal vor, wo flexible, aber streng verbindliche Schutzzeiten vom Landratsamt Sigmaringen bereits im Jahr 2008 eingeführt wurden.

Die Klettermöglichkeiten in Baden-Württemberg sollen verbessert werden. Gemeinsam mit Behörden, Naturschützern, Kletterern und anderen Betroffenen sollen die Kletterregelungen im Land angemessen fortgeschrieben werden. Ein wichtiger Ansatz des Projektes ist das partnerschaftliche Miteinander aller Beteiligten. Nur wenn dies gelingt, hat das Projekt Aussicht auf Erfolg, werden keine Befürchtungen beim Naturschutz geschürt und bei den Kletterern keine falschen Hoffnungen geweckt

Infoblatt zum Projekt:
http://www.alpenverein-bw.de/images/klettern/download/dav_infoblatt_projekt_klettern_baden-wuerttemberg_2015.pdf [pdf]

Weitere Schritte beim Projekt „Klettern in Baden-Württemberg“ sind nun erfolgt:

Der DAV-Landesverband hat gemeinsam mit dem Arbeitskreis Klettern und Naturschutz (AKN) Donautal eine Broschüre „Klettern im Naturpark Obere Donau“ erstellt. Kletterer und Felsfreunde erfahren in kompakten Texten und Bildern alles Wichtige und Wissenswerte über Felsen, Geologie, Lebensräume, Klettersport, und Naturschutz.

Die 20-seitige Broschüre wurde in einer Auflage von 10.000 Exemplaren gedruckt und an die DAV-Sektionen in der Region und an den AKN Donautal verschickt. Sie ist auch im Haus der Natur in Beuron erhältlich. Als pdf ist sie auf unserer Homepage zu haben. Weitere Brochüren zum naturverträglichen Klettern gibt es in der Rubrik Klettern / Klettergebiete. Die Broschüre wurde gefördert vom Naturpark Obere Donau.

Download: www.alpenverein-bw.de/images/klettern/download/dav-klettern-donautal.pdf

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes hat der Landessportverband Baden-Württemberg und das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in diesem Jahr zum zweiten Mal den Nachhaltigkeitswettbewerb für Sportfachverbände ausgeschrieben.

Der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Alpenvereins hat mit dem seit dem letzten Kletterforum angelaufenen Projekt „Klettern in Baden Württemberg“ an diesem Wettbewerb neben 18 weiteren Sportfachverbänden teilgenommen.

Kernziel des Projektes ist, die Klettermöglichkeiten in Baden-Württemberg in ausgewählten Klettergebieten zu verbessern. Dabei sollen für den Klettersport interessante und naturschutzfachlich unkritische aber derzeit unter das Kletterverbot fallende Felsen untersucht und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden für den Klettersport zugänglich gemacht werden. Die dabei zu erstellenden Naturschutz- und Kletterkonzeptionen sollen neben klettersportlichen Aspekten den Naturschutz berücksichtigen. Dabei sollen wohnortnahe Felsen in heimatlichen Gebieten dem Klimaschutz durch „kurze Wege“ Rechnung tragen.

Felsbetreuung am Beispiel Schriesheimer Steinbruch im Odenwald

Draußen in der Natur unterwegs zu sein ist für den Felsbetreuer Chris Kohl von der AG Klettern und Naturschutz Odenwald das Größte. Er ist überzeugt: „Klettern und Naturschutz sind miteinander vereinbar, der Schriesheimer Steinbruch ist ein gutes Beispiel dafür.“ Dieser Clip zeigt, wie das funktioniert und gibt einen kleinen Einblick in die Betreuung der Klettergebiete in Deutschland. Die AG Odenwald ist einer von 11 Arbeitskreisen Klettern und Naturschutz in Baden-Württemberg. Weitere Infos zum Thema Felsbetreuung hier.

http://www.viddler.com/embed/b889ab67/?f=1&player=full&secret=39519759

Am Wielandstein (Lenninger Alb) kam es in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar zu einem größeren Felssturz. Etwa ein Drittel des Felsmassivs löste sich und stürzte bis zu 200 Meter den Hang hinunter. Die Felsbrocken haben eine breite Schneise im Wald hinterlassen. Glücklicherweise kam niemand zu schaden. Auch blieben die Mauern der Burgruine unversehrt. Bereits 2007 gab es am Wielandstein einen Felssturz.

Das Kletterforum findet am Sa., 26.11.2016 auf der Schopflocher Alb in der Gedächtnishütte beim Harpprechthaus statt. Schwerpunkte der Tagung werden das Projekt „Klettern in Baden-Württemberg“ und die Umsetzung von flexiblen Schutzzeiten sein. Weitere Themen: Berichte aus den Klettergebieten und ein Bericht der Bundes-Kommission Klettern & Naturschutz.

Die vom DAV-Landesverband im Februar übergebene Vorschlagsliste wurde vom Umweltministerium (UM) und der LUBW bewertet und dann an die Regierungspräsidien und Landratsämter zur Stellungnahme weitergeleitet. Die Vorprüfung des UM ergab, dass nur ein kleiner Teil der vorgeschlagenen Felsen für eine Freigabe in Frage kommen könnte. Die Gespräche mit dem UM dazu werden in den nächsten Wochen fortgesetzt.

http://www.alpenverein-bw.de/index.php/klettern/projekt-klettern-in-bw

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